Malou Theisen Autorin

Der zweite Teil ist schon unterwegs.

Er musste sie finden, denn sie hatten Information zum Aufenthaltsort des Drachen. Jegliche Versuche, ihre Adressen zu ermitteln, waren gescheitert.
Bald würde er auf minderwertige Ware zurückgreifen müssen, wollte er nicht seine Kraft verlieren. Die Zeit drängte!

Das grüne Buch, wie der zweite Teil meiner Geschichte in meiner Vorstellung heißt, befindet sich zur Zeit in der Reifekammer. Den Teil des Erzählens an sich, d.h. die kreative Arbeit, sehe ich größtenteils als abgeschlossen an. Nun kann ich ein wenig Abstand gewinnen und dann mit der Überarbeitung beginnen.

Es stellt sich heraus, dass es sich anbietet, das Manuskript in mehreren Etappen anzugehen: erst möchte ich den Verlauf der Geschehnisse niederschreiben, danach geht es an den Feinschliff.

Wortwiederholungen, Widersprüche, ungeschickte Wendungen und Ungenauigkeiten werden bereinigt und der Fließtext wird in Kapitel unterteilt. Wenn diese Etappe ebenfalls abgeschlossen ist, wird es Zeit,
das Manuskript einzureichen. Das ist ist Anfang 2026 passiert.

Es stellt sich heraus, dass es sich anbietet, das Manuskript in mehreren Etappen anzugehen: erst möchte ich den Verlauf der Geschehnisse niederschreiben, danach geht es an den Feinschliff.

Wortwiederholungen, Widersprüche, ungeschickte Wendungen und Ungenauigkeiten werden bereinigt und der Fließtext wird in Kapitel unterteilt. Wenn diese Etappe ebenfalls abgeschlossen ist, wird es Zeit,
das Manuskript einzureichen. Das ist für Anfang 2026 vorgesehen.

Mittlerweile gehören die drei Freunde schon beinahe zur Familie und es hat mich sehr gefreut, sie im Laufe der Zeit näher kennen zu lernen. Sie sind mutig, entschlossen und einfallsreich und ich ertappe mich manchmal dabei, mich in Gedanken mit ihnen zu unterhalten. Wo wird ihr Abenteuer sie hinführen?

Ein wenig hat sich der Nebel schon gelichtet und ganz schemenhaft kann ich bereits die ersten Umrisse des dritten Teils erkennen. Mehr möchte ich zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht verraten, nur noch diese Einzelheit: die ersten Seiten des roten Buches sind bereits geschrieben.

Hier findet Ihr einige Textstellen aus dem brandneuen, noch nicht veröffentlichten, Manuskript. Die drei Freunde haben einiges vor sich!

Der Donnerschlag riss Hannah unsanft aus tiefstem Schlaf. Erschrocken setzte sie sich auf und sah, wie ein greller Blitz das Fenster erhellte. Sie befand sich mitten im Gewitter. Dann wurde sie vollständig wach und seufzte erleichtert auf. Sie war zu Hause in ihrem Bett, sie war in Sicherheit.
   Sie legte sich wieder hin und zog die Decke bis unter ihr Kinn. Ein Blick auf ihren Wecker hatte ihr gezeigt, dass es noch eine Weile dauern würde, bis der neue Tag anbrach. Sie schloss die Augen und lauschte dem Getöse des Frühsommersturms. Den ganzen vorherigen Tag war es drückend schwül gewesen und sie verspürte trotz ihres Schreckens von vorhin eine große Erleichterung. Die Luft würde klarer sein am folgenden Morgen.
   Sie schloss die Augen und dachte an den letzten Sommer, an den schlimmen Sturm, den sie und ihre beiden Freunde in den Bergen erlebt hatten. Damals wäre es beinahe schief gegangen, sie waren nur mit knapper Not davon gekommen. Sie war froh, dieses Mal nicht schutzlos der Gewalt der Natur ausgesetzt zu sein und drehte sich auf die Seite. Sie war schon fast wieder eingeschlafen, als ihr noch ein letzter klarer Gedanke kam. Morgen würden sie sich wiedersehen.

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   Hannah schob sich an Krahadnirs Schulter, hielt sich leicht an seinem Flügel fest und ließ sich dann zu Boden gleiten. Als ihre Füße den Boden berührten spürte sie, dass sie ein wenig im weichen Waldboden einsank und sie machte einen federnden Schritt zur Seite, um Stephan nicht im Wege zu sein. Der schob mit beiden Händen erst den einen, dann den anderen Rucksack nach vorne, hob ihn leicht an und dann konnte Hannah auch schon zupacken und die Gepäckstücke zur Seite legen. Sie griff danach nach einem Ende des Bandes und begann, es rasch und sauber aufzuwickeln. Mittlerweile waren sie so gut aufeinander eingespielt, dass die gesamte Aktion nur wenige Augenblicke in Anspruch nahm. Nachdem Stephan auch abgestiegen war und sie sich in der beginnenden Dämmerung umsahen, hörten sie entzückt die ersten Töne eines Vogels, der den Morgen begrüßte. Die kurze Sommernacht war vorbei und sie mussten eine Entscheidung treffen.

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   „Bratwurst oder Hühnchen?“, rief der Junge am Grill ihnen zu. Sein T-Shirt trug einen Werbespruch für Sportmode und er gehörte wohl zu der Firma, die hier Einweihung feierte. Schnell sah Hannah sich um und stellte fest, dass hier niemand mit Brieftaschen oder Geld in der Hand herumstand und antwortete geistesgegenwärtig:
   „Zweimal Hühnchen, bitte!“
   Noch bevor Stephan reagieren konnte hielt er bereits ein in der Mitte durchgeschnittenes Brötchen mit einer zart gegrillten Hühnerbrust darin in der Hand. Hannah nahm die zweite Portion lachend und dankend entgegen, danach zogen sie sich ein wenig zurück, bis sie eine Wand im Rücken hatten. Dann machten sie sich über ihre unverhoffte Mahlzeit her und bemühten sich, den leckeren Bratensaft und die großzügig dazugetane Grillsoße nicht auf ihrer Kleidung zu hinterlassen.
   „Das war klug reagiert.“ Stephans Worte waren kaum zu verstehen, doch sein breites Grinsen sprach Bände.
   „Hmm, ist das lecker!“, antwortete Hannah mit vollem Mund und brachte dann zwei Papierservietten zutage. „Hier, nimm.“
   Nach kürzester Zeit hatten sie ihren Imbiss verschlungen und beschlossen, ihr Glück auch bei einer der Getränkebuden zu versuchen. Hier wurden ihnen ebenfalls ohne Frage oder Erstaunen die gewünschten Limonadengläser ausgehändigt, lediglich mit der Bitte, das Leergut wieder zurückzubringen.
   „Geht klar, ist ja selbstverständlich.“
   Nachdem sie die Gläser geleert und abgeliefert hatten, schlenderten sie wie ziellos zu der Stelle zurück, an der sie ihre Rucksäcke zurückgelassen hatten. Keiner hatte bemerkt, dass sie hinter einem der Kühlwagen mit Gepäck hervorkamen, das sie gerade eben noch nicht getragen hatten.